Sonntag, 25. August 2013



Kostümlesung - die Premiere

Ich habe gestern gelernt, dass sich eine Lesung in Gehrock und Zylinder definitiv besser für die kühle Jahreszeit eignet. Andererseits waren dank des schönen Sommerwetters zahlreiche Interessenten beim Tag der offenen Tür in der Volkshochschule Osnabrück, von denen sich so manche auch für unsere Texte interessierten.

Einige Teilnehmerinnen meines Krimi-Workshops trugen spannende Szenen vor, die Lust auf mehr machten. Und natürlich gibt es auch im laufenden Semester wieder einen Schreibkurs mit mir, der allerdings schon ausgebucht ist. Aber im Herbst geht es dann mit einer neuen Idee weiter ...

Donnerstag, 22. August 2013

Stephen Kings Methode

Horror-Altmeister Stephen King pflegt beim Schreiben seine Hauptfigur gerne in eine möglichst ausweglose Situation zu bringen, aus der sie sich dann wieder befreien muss. Dieses Verfahren ist super, ich wende es selbst gerne bei meinem aktuellen Armenhaus-Projekt an. Tja, meine Protagonistin Julia Kern muss leider ein wenig durch die Hölle gehen ...

Autoren, die sich detaillierter mit Stephen Kings Arbeitstechnik beschäftigen wollen, empfehle ich sein autobiografisches Buch "Das Leben und das Schreiben". Es steht inzwischen übrigens auch in vielen Stadtbüchereien ;-)

Dienstag, 20. August 2013

Reden ist Silber, Schreiben ist Gold

Es gibt eine schöne Anekdote über Sinclair Lewis: Als der alkoholkranke amerikanische Nobelpreisträger einst einen Vortrag an der Universität von Harvard halten sollte, forderte er das Publikum auf, durch Handzeichen bekanntzugeben, wer denn gerne ein Schriftsteller werden wollte. Beinahe alle Hände gingen hoch. Darauf sprach Sinclair Lewis: "Then why the hell aren't you at home writing?"
Und verließ torkelnd die Bühne.

Diese Geschichte gefällt mir sogar, falls sie sich niemals wirklich ereignet haben sollte. Auch der deutsche Western-Autor und Auflagen-Millionär G. F. Unger stieß - in stocknüchternem Zustand - in das gleiche Horn: "Das Reden ist meine Sache nicht."

Wohlgemerkt spricht nichts gegen zwischenmenschliche verbale Kommunikation. Aber das Schreiben an sich bringt unendlich viel mehr Gewinn für die Autorenlaufbahn als das Reden über das Schreiben ... das wird dann nämlich oftmals zur Aus-Rede, um sich selbst am Produzieren zu hindern ... ;-)

Mittwoch, 14. August 2013

Ray Bradburys Klassik-Tipps

Wer auch immer sich für Science Fiction interessiert, kommt an Rad Bradbury nicht vorbei. Der in hohem Alter verstorbene SF-Vorreiter war aber nicht nur ein fleißiger Autor, sondern auch ein weiser Lehrmeister: Sein Büchlein Zen in der Kunst des Schreibens ist eigentlich Pflichtlektüre für jeden, der sich auch nur ein wenig sowohl für creative writing als auch für Buddhismus interessiert.

Im Grunde beschränken sich seine Ratschläge in kärglicher Zen-Manier auf folgendes:
- Arbeiten
- Entspannen
- Nicht denken

Und ob ihr es glaubt oder nicht, liebe Leser: Mit diesem Dreisatz kann man wirklich so manches Werk zu Papier bringen, und zwar schneller, als man es selbst für möglich gehalten hätte. Ob der Altmeister sich selbst an diesen Tipp gehalten hat? Ich weiß es nicht, ich bin kein Bradbury-Biograf. Aber wenn man sich seinen Produktionsausstoß anschaut, könnte etwas dran sein ...

Sonntag, 11. August 2013

Baustelle Ostfriesenkrimi

Mein Thriller mit dem geplanten Titel "Armenhaus" ist noch nicht fertig, aber Recherchieren gehört schließlich auch zum Schreibhandwerk. Immerhin muss ich mir bei diesem Projekt den Schauplatz nicht ausdenken, sondern kann ihn live besuchen:

http://www.armenhaus-gross-midlum.de/Armenhaus_Gro_Midlum/Moin%21.html

Inzwischen interessiert sich auch die Lokalpresse dafür, dass ich einen Roman im ehemaligen dörflichen Armenhaus von Groß-Midlum anzusiedeln gedenke; mehr zu diesem Thema werde ich später posten.

Momentan stellen sich die typischen Fragen, die jeden Thrillerautor umtreiben.

Wie viel Phantasie steckt in dem Roman, wie hoch ist der Realitätsanteil?

Wie bringe ich die verschiedenen Handlungsebenen - Vergangenheit und Gegenwart - sinnvoll zusammen?

Den - gewalttätigen - Landarbeiterstreik von 1923 hat es beispielsweise in der Krummhörn wirklich gegeben ... Was ist damals tatsächlich passiert? Können die Ereignisse bis in unsere heutige Gegenwart ausstrahlen?

Das sind nur einige von den Fragen, die ich beim Schreiben beantworten muss. Für den Autor ist das auf jeden Fall spannend, vielleicht auch für die Leser ;-)

Freitag, 9. August 2013

Richtstätte für Romanautoren

Da ich viele Ebooks lese bzw. herunterlade, rezensiere ich auch so manches Werk von Kolleginnen und Kollegen ... allerdings vergebe ich üblicherweise nur vier oder fünf Sterne bei den Amazon-Rezis.

Warum ist das so?

Ich rezensiere nur Romane, die mir gefallen (haben). Um das beurteilen zu können, ist es aber notwendig, dass ich sie komplett lese. Natürlich gibt es auch haufenweise Lektüre, die mir überhaupt nicht passt - soooo unkritisch bin ja noch nicht mal ich ;-)

Aber - wenn mich die ersten 10 Seiten eines Romans nicht packen, dann mache ich es wie die meisten Lektoren. Ich spare mir den Rest des Buchs und spende es einem Sozialkaufhaus bzw. lösche es einfach von meinem Kindle. Und einen Roman, den ich nicht ausgelesen habe, rezensiere ich auch nicht.

Das Leben ist mMn zu kurz, um langweilige Bücher ganz zu lesen. Vielleicht wird die Handlung ja später (ab Seite 291 ???) noch spannender, aber dann habe ich eben Pech gehabt.

Dienstag, 6. August 2013

Vorläufiges Fazit ...

... der Gratis-Aktion am 5. und 6. August: "Die tote Unschuld" kletterte in den allgemeinen Ebook-Charts von Amazon auf Platz sechs, "Todesschwadron von Lissabon" schaffte es noch auf Platz 15. In der Rubrik Krimis & Thriller landeten die beiden Romane aus meiner Feder auf dem dritten bzw. siebten Platz.

Angesichts der starken Konkurrenz durch wirklich tolle Romane (von denen ich mir so manchen heruntergeladen habe ;-) ) bin ich mit diesem Ergebnis wirklich zufrieden.

Sonntag, 4. August 2013

Gratis-Aktion "SoKo Hamburg"/"EU Undercover"

Am 5./6. August 2013 sind die jeweils ersten Bände meiner Crime Serien "SoKo Hamburg" und "EU Undercover" als Gratis-Download bei Amazon erhältlich. Es handelt sich um die Romane "Die tote Unschuld" und "Todesschwadron von Lissabon".

Viel Spaß beim Runterladen und Lesen ;-)

http://www.amazon.de/tote-Unschuld-SoKo-Hamburg-ebook/dp/B0034KYRSY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1375646253&sr=1-1&keywords=die+tote+unschuld#_

http://www.amazon.de/Todesschwadron-von-Lissabon-Undercover-ebook/dp/B00EAYTK2G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1375646527&sr=8-1&keywords=Todesschwadron+von+Lissabon#_

Samstag, 3. August 2013

Die Akte Vielschreiber

Als Vielschreiber tituliert zu werden, ist für mich ja bekanntlich ein Kompliment:

http://www.stiehlover.com/agenturblog/der-vielschreiber-groschenromanautor-martin-barkawitz/

Manchmal hält diese Art der Autoren-Existenz auch noch die eine oder andere Überraschung bereit. Gelegentlich wird ein Text, den ich vor sieben, acht oder neun Jahren verfasst habe, noch einmal nachgedruckt. So weit, so erfreulich - zumal es dann auch abermals in meiner Kasse klingelt. Manchmal muss ich in solchen Fällen feststellen, dass ich mich nur noch nebulös an meine Geschichten von damals erinnern kann. Das mag natürlich auch an meinem schlechten Gedächtnis liegen ...

Aber es ist ernsthaft interessant zu sehen, wie sich der Martin Barkawitz von vor neun Jahren stilistisch vom seinem heutigen Pendant unterscheidet. Ob ich mich verbessert oder verschlechtert habe, sollen die Leser entscheiden, für sie arbeite ich schließlich. Aber mir selbst fallen die Veränderungen auf, und möglicherweise geht es ja anderen Menschen genauso.

Ich glaube, es war Andreas Eschbach, der einmal darauf hingewiesen hat, dass es durch die Übung der regelmäßigen Textproduktion alle paar Monate oder Jahre einen Qualitätssprung gibt. Das kann ich nicht beurteilen; aber zumindest wird ein Roman nicht dadurch fertig, dass man ihn nicht schreibt ;-)