Dienstag, 20. August 2013

Reden ist Silber, Schreiben ist Gold

Es gibt eine schöne Anekdote über Sinclair Lewis: Als der alkoholkranke amerikanische Nobelpreisträger einst einen Vortrag an der Universität von Harvard halten sollte, forderte er das Publikum auf, durch Handzeichen bekanntzugeben, wer denn gerne ein Schriftsteller werden wollte. Beinahe alle Hände gingen hoch. Darauf sprach Sinclair Lewis: "Then why the hell aren't you at home writing?"
Und verließ torkelnd die Bühne.

Diese Geschichte gefällt mir sogar, falls sie sich niemals wirklich ereignet haben sollte. Auch der deutsche Western-Autor und Auflagen-Millionär G. F. Unger stieß - in stocknüchternem Zustand - in das gleiche Horn: "Das Reden ist meine Sache nicht."

Wohlgemerkt spricht nichts gegen zwischenmenschliche verbale Kommunikation. Aber das Schreiben an sich bringt unendlich viel mehr Gewinn für die Autorenlaufbahn als das Reden über das Schreiben ... das wird dann nämlich oftmals zur Aus-Rede, um sich selbst am Produzieren zu hindern ... ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen