Bücherhallen - eine hamburgische Lovestory
Als es das Internet noch nicht gab, waren für mich die Filialen der öffentlichen Büchereien der Inbegriff von Informationsfülle. Dieser altehrwürdigen Institution habe ich einige der spannendsten Stunden meiner Jugend zu verdanken.
Obwohl bei uns Geld immer knapp war, habe ich mich niemals arm gefühlt, denn ich konnte ja auf einen ungeheuren Reichtum an aufregenden Romanen zurückgreifen - mehr, als ich in einem Leben jemals würde lesen können. Insgeheim träumte ich damals schon davon, Autor zu werden. Aber zunächst fand ich es angenehmer, mich durch ganze Stapel von Werken anderer Schriftsteller zu lesen. Jede Woche holte ich mir entweder aus der Filiale am Mundsburger Damm oder aus der Zentrale, die damals noch nicht am Hühnerposten war,
meinen neuesten Lesestoff. Allerdings habe ich mir damals schon eine Ungeduld und Rigorosität antrainiert, die mich noch heute im Umgang mit Ebooks prägt: Die ersten 20 Seiten eines Romans rocken nicht? Dann aber nicht die Zeit mit dem Rest verschwenden. Damals brachte ich solche Schnarch-Schmöker einfach zurück zur Ausleihe. Und heute? Einmal schnell auf "vom Gerät löschen" geklickt, und der Keks ist gebissen.
Übrigens ist das öffentliche Bibliothekswesen natürlich eine durch und durch demokratische und aufklärerische Angelegenheit, weswegen ich den Niedergang von Bibliotheken mit gemischten Gefühlen sehe. In gewisser Weise hat heutzutage der Ebook-Reader die Aufgaben einer Bücherhalle übernommen, jedenfalls bei mir. Und wer sich nicht von kommerziellen Anbietern abhängig machen will, findet auch bei Projekt Gutenberg und ähnlichen Non-Profit-Organisationen jede Menge Lesestoff.
Mittwoch, 13. November 2013
Montag, 11. November 2013
Grusel im November
Heute bin ich mal in Geberlaune und veröffentliche deshalb einfach folgende Kurzgeschichte:
Wir waren jedenfalls weitergezogen und
hatten die Achterbahn auf dem Kirmes-Gelände in F. aufgebaut. Am zweiten Tag
haute Diego ab. Er wollte es wieder als Messerwerfer versuchen, obwohl er immer
noch auf Alk-Entzug war und seine Hände verdammt zitterten. Naja, nicht mein
Problem. Ich war ja nicht die blonde Puppe, die sich vor die Zielscheibe
stellen durfte.
Der alte Elias musste also einen neuen
Mann einstellen. Es dauerte nur ein paar Stunden, bis er Benny aufgetan hatte.
Ich konnte den Kerl vom ersten Moment an nicht ausstehen. Benny machte einen
auf dicke Hose, wenn Sie verstehen. Ein Großmaul mit Sonnyboy-Lächeln. Man
fragte sich natürlich, warum er für drei Euro die Stunde in einem Fahrgeschäft schuften
wollte, wenn er so ein Gewinner war. Das heißt, ich fragte mich das. Die
anderen ließen sich von seinen Scheißsprüchen einlullen.
„Das hier habe ich aus Algier“, sagte er
in der Frühstückspause und präsentierte ein Tattoo auf seinem linken Unterarm. „Der
Privat-Tätowierer von Al Rash hat es mir gestochen. Das ist da unten der
Koks-Obergangster. Er ist mächtiger als der König von Marokko.“
Wo der Trottel Recht hatte, da hatte er
Recht. Meine Tätowierungen stammten sämtlich aus dem Hamburger Knast Santa Fu
und von ein paar traditionellen St. Pauli-Tattoomeistern. Ich hätte diesem
Angeber gerne das Mundwerk gestopft. Aber die anderen hielten alle zu ihm. Und
da ich mich nach der Sache mit meiner schnellen Klinge etwas beherrschen musste,
hielt ich lieber den Mund.
Doch es wurde immer schlimmer mit Benny.
Schon nach drei Tagen war er der King, hatte mit seiner schleimigen Art die
ganze Mannschaft eingewickelt. Sogar der alte Elias fraß ihm aus der Hand.
Ich hätte Benny lieber in den Hintern
getreten. Inzwischen war ich der Einzige, der nicht in seinem Fanclub war. Und
das ließ er mich spüren.
Ich biss die Zähne zusammen. Doch dann kam
auch mir ein Einfall. Ich bog mir dort oben ein schmales Stück Stahlblech zu
passenden Wölbung und befestigte es im Gestänge. Dabei musste ich mich auf mein
Augenmaß verlassen. Aber einen Zollstock hatte ich nicht dabei.
Endlich waren wir fertig. Benny hatte
natürlich keinen Finger gerührt, sondern uns vom Erdboden aus angetrieben und Befehle
erteilt. Ich sprang vom Fahrgeschäft und steckte mir eine Zigarette zwischen
die Lippen.
„Warum machst du nicht eine Probefahrt?“,
fragte ich Benny. „Dann siehst du gleich selbst, ob die Änderungen okay sind.“
Die Sorge war unbegründet. Es gab ein
leises Geräusch, als das Stahlblech durch Bennys Hals schnitt. Im nächsten
Moment fiel sein abgetrennter Kopf vor unsere Füße.
Heute bin ich mal in Geberlaune und veröffentliche deshalb einfach folgende Kurzgeschichte:
Kirmestypen
Gruselgeschichte von Martin Barkawitz
Die Achterbahn vom alten Elias war das
lausigste Fahrgeschäft, auf dem ich jemals geschuftet hatte. Aber was sollte
ich machen? Auf dem Jahrmarkt in K. hatte es Zoff gegeben - mein Temperament,
meine schnelle Klinge und viel Blut waren im Spiel gewesen. Elias hatte keine
Fragen gestellt und auch keine Lohnsteuerkarte sehen wollen (die ich sowieso
nicht hatte). Außerdem besaß der alte Knabe einen sechsten Sinn für
Schwarzarbeitsfahnder.
Wenn diese Chorknaben aufkreuzten, hatten
die anderen Malocher und ich schon die Biege gemacht. Na ja - dafür zahlte der
Alte unter allen Schaustellern auch die niedrigsten Hungerlöhne. Und Kost und
Logis
bestand bei ihm in Tütensuppen und einer
verwanzten Matratze im überfüllten Wohnwagen.
„Ich dachte immer, Algier liegt in
Algerien“, sagte ich. Benny zeigte mir sein Blendax-Lächeln.
„Woher willst du das wissen, Jan? So wie
deine Tattoos aussehen, bist du noch nicht viel rumgekommen in der Welt.“
„Das Fahrgeschäft ist ein bisschen lahm“,
meinte dieser Angeber. „Wir sollten aus dem Looping eine echte Todeskurve
machen.“
Und er ließ seinen Vorschlag vom Stapel,
wie man mit ein paar Umbauten die Achterbahn aufpeppen könnte. Der Chef überschlug
sich fast vor Begeisterung.
„Genial, Benny“, hechelte der alte Elias. „Heute
ist ja der letzte Tag in F. Wenn wir übermorgen in S. aufbauen, können wir
deine Idee gleich in die Tat umsetzen!“
„Schlaf' nicht ein, Jan“, kommandierte
Benny, als ich beim Aufbauen in S. hoch ins Gestänge kletterte. „Sonst fliegst
du noch heute raus.“
Benny grinste, fuhr sich mit der Hand
durch seine blonden Locken und stieg in einen der Wagen. Der alte Elias
schaltete den Strom ein und warf den Motor an. Der Achterbahnwagen bekam
langsam Fahrt. Er raste hoch, durch einige der harmloseren Schlaufen. Dann
erreichte er den Looping. Ich hoffte, dass ich mich nicht verrechnet hatte.
„Benny hatte Recht“, sagte ich. „Das ist
jetzt eine echte Todeskurve.“
ENDE
Freitag, 6. September 2013
Doppelmond Saga: 5 Wege, deine Texte besser zu machen!
Doppelmond Saga: 5 Wege, deine Texte besser zu machen!: 1. Bilde dich weiter! Um ein gutes Buch schreiben zu können, ist es wichtig, sich weiterzubilden. Solche Quellen nicht anzuzapfe...
Sonntag, 25. August 2013
Kostümlesung - die Premiere
Ich habe gestern gelernt, dass sich eine Lesung in Gehrock und Zylinder definitiv besser für die kühle Jahreszeit eignet. Andererseits waren dank des schönen Sommerwetters zahlreiche Interessenten beim Tag der offenen Tür in der Volkshochschule Osnabrück, von denen sich so manche auch für unsere Texte interessierten.
Einige Teilnehmerinnen meines Krimi-Workshops trugen spannende Szenen vor, die Lust auf mehr machten. Und natürlich gibt es auch im laufenden Semester wieder einen Schreibkurs mit mir, der allerdings schon ausgebucht ist. Aber im Herbst geht es dann mit einer neuen Idee weiter ...
Donnerstag, 22. August 2013
Stephen Kings Methode
Horror-Altmeister Stephen King pflegt beim Schreiben seine Hauptfigur gerne in eine möglichst ausweglose Situation zu bringen, aus der sie sich dann wieder befreien muss. Dieses Verfahren ist super, ich wende es selbst gerne bei meinem aktuellen Armenhaus-Projekt an. Tja, meine Protagonistin Julia Kern muss leider ein wenig durch die Hölle gehen ...
Autoren, die sich detaillierter mit Stephen Kings Arbeitstechnik beschäftigen wollen, empfehle ich sein autobiografisches Buch "Das Leben und das Schreiben". Es steht inzwischen übrigens auch in vielen Stadtbüchereien ;-)
Horror-Altmeister Stephen King pflegt beim Schreiben seine Hauptfigur gerne in eine möglichst ausweglose Situation zu bringen, aus der sie sich dann wieder befreien muss. Dieses Verfahren ist super, ich wende es selbst gerne bei meinem aktuellen Armenhaus-Projekt an. Tja, meine Protagonistin Julia Kern muss leider ein wenig durch die Hölle gehen ...
Autoren, die sich detaillierter mit Stephen Kings Arbeitstechnik beschäftigen wollen, empfehle ich sein autobiografisches Buch "Das Leben und das Schreiben". Es steht inzwischen übrigens auch in vielen Stadtbüchereien ;-)
Dienstag, 20. August 2013
Reden ist Silber, Schreiben ist Gold
Es gibt eine schöne Anekdote über Sinclair Lewis: Als der alkoholkranke amerikanische Nobelpreisträger einst einen Vortrag an der Universität von Harvard halten sollte, forderte er das Publikum auf, durch Handzeichen bekanntzugeben, wer denn gerne ein Schriftsteller werden wollte. Beinahe alle Hände gingen hoch. Darauf sprach Sinclair Lewis: "Then why the hell aren't you at home writing?"
Und verließ torkelnd die Bühne.
Diese Geschichte gefällt mir sogar, falls sie sich niemals wirklich ereignet haben sollte. Auch der deutsche Western-Autor und Auflagen-Millionär G. F. Unger stieß - in stocknüchternem Zustand - in das gleiche Horn: "Das Reden ist meine Sache nicht."
Wohlgemerkt spricht nichts gegen zwischenmenschliche verbale Kommunikation. Aber das Schreiben an sich bringt unendlich viel mehr Gewinn für die Autorenlaufbahn als das Reden über das Schreiben ... das wird dann nämlich oftmals zur Aus-Rede, um sich selbst am Produzieren zu hindern ... ;-)
Es gibt eine schöne Anekdote über Sinclair Lewis: Als der alkoholkranke amerikanische Nobelpreisträger einst einen Vortrag an der Universität von Harvard halten sollte, forderte er das Publikum auf, durch Handzeichen bekanntzugeben, wer denn gerne ein Schriftsteller werden wollte. Beinahe alle Hände gingen hoch. Darauf sprach Sinclair Lewis: "Then why the hell aren't you at home writing?"
Und verließ torkelnd die Bühne.
Diese Geschichte gefällt mir sogar, falls sie sich niemals wirklich ereignet haben sollte. Auch der deutsche Western-Autor und Auflagen-Millionär G. F. Unger stieß - in stocknüchternem Zustand - in das gleiche Horn: "Das Reden ist meine Sache nicht."
Wohlgemerkt spricht nichts gegen zwischenmenschliche verbale Kommunikation. Aber das Schreiben an sich bringt unendlich viel mehr Gewinn für die Autorenlaufbahn als das Reden über das Schreiben ... das wird dann nämlich oftmals zur Aus-Rede, um sich selbst am Produzieren zu hindern ... ;-)
Mittwoch, 14. August 2013
Ray Bradburys Klassik-Tipps
Wer auch immer sich für Science Fiction interessiert, kommt an Rad Bradbury nicht vorbei. Der in hohem Alter verstorbene SF-Vorreiter war aber nicht nur ein fleißiger Autor, sondern auch ein weiser Lehrmeister: Sein Büchlein Zen in der Kunst des Schreibens ist eigentlich Pflichtlektüre für jeden, der sich auch nur ein wenig sowohl für creative writing als auch für Buddhismus interessiert.
Im Grunde beschränken sich seine Ratschläge in kärglicher Zen-Manier auf folgendes:
- Arbeiten
- Entspannen
- Nicht denken
Und ob ihr es glaubt oder nicht, liebe Leser: Mit diesem Dreisatz kann man wirklich so manches Werk zu Papier bringen, und zwar schneller, als man es selbst für möglich gehalten hätte. Ob der Altmeister sich selbst an diesen Tipp gehalten hat? Ich weiß es nicht, ich bin kein Bradbury-Biograf. Aber wenn man sich seinen Produktionsausstoß anschaut, könnte etwas dran sein ...
Wer auch immer sich für Science Fiction interessiert, kommt an Rad Bradbury nicht vorbei. Der in hohem Alter verstorbene SF-Vorreiter war aber nicht nur ein fleißiger Autor, sondern auch ein weiser Lehrmeister: Sein Büchlein Zen in der Kunst des Schreibens ist eigentlich Pflichtlektüre für jeden, der sich auch nur ein wenig sowohl für creative writing als auch für Buddhismus interessiert.
Im Grunde beschränken sich seine Ratschläge in kärglicher Zen-Manier auf folgendes:
- Arbeiten
- Entspannen
- Nicht denken
Und ob ihr es glaubt oder nicht, liebe Leser: Mit diesem Dreisatz kann man wirklich so manches Werk zu Papier bringen, und zwar schneller, als man es selbst für möglich gehalten hätte. Ob der Altmeister sich selbst an diesen Tipp gehalten hat? Ich weiß es nicht, ich bin kein Bradbury-Biograf. Aber wenn man sich seinen Produktionsausstoß anschaut, könnte etwas dran sein ...
Sonntag, 11. August 2013
Baustelle Ostfriesenkrimi
Mein Thriller mit dem geplanten Titel "Armenhaus" ist noch nicht fertig, aber Recherchieren gehört schließlich auch zum Schreibhandwerk. Immerhin muss ich mir bei diesem Projekt den Schauplatz nicht ausdenken, sondern kann ihn live besuchen:
http://www.armenhaus-gross-midlum.de/Armenhaus_Gro_Midlum/Moin%21.html
Inzwischen interessiert sich auch die Lokalpresse dafür, dass ich einen Roman im ehemaligen dörflichen Armenhaus von Groß-Midlum anzusiedeln gedenke; mehr zu diesem Thema werde ich später posten.
Momentan stellen sich die typischen Fragen, die jeden Thrillerautor umtreiben.
Wie viel Phantasie steckt in dem Roman, wie hoch ist der Realitätsanteil?
Wie bringe ich die verschiedenen Handlungsebenen - Vergangenheit und Gegenwart - sinnvoll zusammen?
Den - gewalttätigen - Landarbeiterstreik von 1923 hat es beispielsweise in der Krummhörn wirklich gegeben ... Was ist damals tatsächlich passiert? Können die Ereignisse bis in unsere heutige Gegenwart ausstrahlen?
Das sind nur einige von den Fragen, die ich beim Schreiben beantworten muss. Für den Autor ist das auf jeden Fall spannend, vielleicht auch für die Leser ;-)
Mein Thriller mit dem geplanten Titel "Armenhaus" ist noch nicht fertig, aber Recherchieren gehört schließlich auch zum Schreibhandwerk. Immerhin muss ich mir bei diesem Projekt den Schauplatz nicht ausdenken, sondern kann ihn live besuchen:
http://www.armenhaus-gross-midlum.de/Armenhaus_Gro_Midlum/Moin%21.html
Inzwischen interessiert sich auch die Lokalpresse dafür, dass ich einen Roman im ehemaligen dörflichen Armenhaus von Groß-Midlum anzusiedeln gedenke; mehr zu diesem Thema werde ich später posten.
Momentan stellen sich die typischen Fragen, die jeden Thrillerautor umtreiben.
Wie viel Phantasie steckt in dem Roman, wie hoch ist der Realitätsanteil?
Wie bringe ich die verschiedenen Handlungsebenen - Vergangenheit und Gegenwart - sinnvoll zusammen?
Den - gewalttätigen - Landarbeiterstreik von 1923 hat es beispielsweise in der Krummhörn wirklich gegeben ... Was ist damals tatsächlich passiert? Können die Ereignisse bis in unsere heutige Gegenwart ausstrahlen?
Das sind nur einige von den Fragen, die ich beim Schreiben beantworten muss. Für den Autor ist das auf jeden Fall spannend, vielleicht auch für die Leser ;-)
Freitag, 9. August 2013
Richtstätte für Romanautoren
Da ich viele Ebooks lese bzw. herunterlade, rezensiere ich auch so manches Werk von Kolleginnen und Kollegen ... allerdings vergebe ich üblicherweise nur vier oder fünf Sterne bei den Amazon-Rezis.
Warum ist das so?
Ich rezensiere nur Romane, die mir gefallen (haben). Um das beurteilen zu können, ist es aber notwendig, dass ich sie komplett lese. Natürlich gibt es auch haufenweise Lektüre, die mir überhaupt nicht passt - soooo unkritisch bin ja noch nicht mal ich ;-)
Aber - wenn mich die ersten 10 Seiten eines Romans nicht packen, dann mache ich es wie die meisten Lektoren. Ich spare mir den Rest des Buchs und spende es einem Sozialkaufhaus bzw. lösche es einfach von meinem Kindle. Und einen Roman, den ich nicht ausgelesen habe, rezensiere ich auch nicht.
Das Leben ist mMn zu kurz, um langweilige Bücher ganz zu lesen. Vielleicht wird die Handlung ja später (ab Seite 291 ???) noch spannender, aber dann habe ich eben Pech gehabt.
Da ich viele Ebooks lese bzw. herunterlade, rezensiere ich auch so manches Werk von Kolleginnen und Kollegen ... allerdings vergebe ich üblicherweise nur vier oder fünf Sterne bei den Amazon-Rezis.
Warum ist das so?
Ich rezensiere nur Romane, die mir gefallen (haben). Um das beurteilen zu können, ist es aber notwendig, dass ich sie komplett lese. Natürlich gibt es auch haufenweise Lektüre, die mir überhaupt nicht passt - soooo unkritisch bin ja noch nicht mal ich ;-)
Aber - wenn mich die ersten 10 Seiten eines Romans nicht packen, dann mache ich es wie die meisten Lektoren. Ich spare mir den Rest des Buchs und spende es einem Sozialkaufhaus bzw. lösche es einfach von meinem Kindle. Und einen Roman, den ich nicht ausgelesen habe, rezensiere ich auch nicht.
Das Leben ist mMn zu kurz, um langweilige Bücher ganz zu lesen. Vielleicht wird die Handlung ja später (ab Seite 291 ???) noch spannender, aber dann habe ich eben Pech gehabt.
Dienstag, 6. August 2013
Vorläufiges Fazit ...
... der Gratis-Aktion am 5. und 6. August: "Die tote Unschuld" kletterte in den allgemeinen Ebook-Charts von Amazon auf Platz sechs, "Todesschwadron von Lissabon" schaffte es noch auf Platz 15. In der Rubrik Krimis & Thriller landeten die beiden Romane aus meiner Feder auf dem dritten bzw. siebten Platz.
Angesichts der starken Konkurrenz durch wirklich tolle Romane (von denen ich mir so manchen heruntergeladen habe ;-) ) bin ich mit diesem Ergebnis wirklich zufrieden.
... der Gratis-Aktion am 5. und 6. August: "Die tote Unschuld" kletterte in den allgemeinen Ebook-Charts von Amazon auf Platz sechs, "Todesschwadron von Lissabon" schaffte es noch auf Platz 15. In der Rubrik Krimis & Thriller landeten die beiden Romane aus meiner Feder auf dem dritten bzw. siebten Platz.
Angesichts der starken Konkurrenz durch wirklich tolle Romane (von denen ich mir so manchen heruntergeladen habe ;-) ) bin ich mit diesem Ergebnis wirklich zufrieden.
Sonntag, 4. August 2013
Gratis-Aktion "SoKo Hamburg"/"EU Undercover"
Am 5./6. August 2013 sind die jeweils ersten Bände meiner Crime Serien "SoKo Hamburg" und "EU Undercover" als Gratis-Download bei Amazon erhältlich. Es handelt sich um die Romane "Die tote Unschuld" und "Todesschwadron von Lissabon".
Viel Spaß beim Runterladen und Lesen ;-)
http://www.amazon.de/tote-Unschuld-SoKo-Hamburg-ebook/dp/B0034KYRSY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1375646253&sr=1-1&keywords=die+tote+unschuld#_
http://www.amazon.de/Todesschwadron-von-Lissabon-Undercover-ebook/dp/B00EAYTK2G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1375646527&sr=8-1&keywords=Todesschwadron+von+Lissabon#_
Am 5./6. August 2013 sind die jeweils ersten Bände meiner Crime Serien "SoKo Hamburg" und "EU Undercover" als Gratis-Download bei Amazon erhältlich. Es handelt sich um die Romane "Die tote Unschuld" und "Todesschwadron von Lissabon".
Viel Spaß beim Runterladen und Lesen ;-)
http://www.amazon.de/tote-Unschuld-SoKo-Hamburg-ebook/dp/B0034KYRSY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1375646253&sr=1-1&keywords=die+tote+unschuld#_
http://www.amazon.de/Todesschwadron-von-Lissabon-Undercover-ebook/dp/B00EAYTK2G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1375646527&sr=8-1&keywords=Todesschwadron+von+Lissabon#_
Samstag, 3. August 2013
Die Akte Vielschreiber
Als Vielschreiber tituliert zu werden, ist für mich ja bekanntlich ein Kompliment:
http://www.stiehlover.com/agenturblog/der-vielschreiber-groschenromanautor-martin-barkawitz/
Manchmal hält diese Art der Autoren-Existenz auch noch die eine oder andere Überraschung bereit. Gelegentlich wird ein Text, den ich vor sieben, acht oder neun Jahren verfasst habe, noch einmal nachgedruckt. So weit, so erfreulich - zumal es dann auch abermals in meiner Kasse klingelt. Manchmal muss ich in solchen Fällen feststellen, dass ich mich nur noch nebulös an meine Geschichten von damals erinnern kann. Das mag natürlich auch an meinem schlechten Gedächtnis liegen ...
Aber es ist ernsthaft interessant zu sehen, wie sich der Martin Barkawitz von vor neun Jahren stilistisch vom seinem heutigen Pendant unterscheidet. Ob ich mich verbessert oder verschlechtert habe, sollen die Leser entscheiden, für sie arbeite ich schließlich. Aber mir selbst fallen die Veränderungen auf, und möglicherweise geht es ja anderen Menschen genauso.
Ich glaube, es war Andreas Eschbach, der einmal darauf hingewiesen hat, dass es durch die Übung der regelmäßigen Textproduktion alle paar Monate oder Jahre einen Qualitätssprung gibt. Das kann ich nicht beurteilen; aber zumindest wird ein Roman nicht dadurch fertig, dass man ihn nicht schreibt ;-)
Als Vielschreiber tituliert zu werden, ist für mich ja bekanntlich ein Kompliment:
http://www.stiehlover.com/agenturblog/der-vielschreiber-groschenromanautor-martin-barkawitz/
Manchmal hält diese Art der Autoren-Existenz auch noch die eine oder andere Überraschung bereit. Gelegentlich wird ein Text, den ich vor sieben, acht oder neun Jahren verfasst habe, noch einmal nachgedruckt. So weit, so erfreulich - zumal es dann auch abermals in meiner Kasse klingelt. Manchmal muss ich in solchen Fällen feststellen, dass ich mich nur noch nebulös an meine Geschichten von damals erinnern kann. Das mag natürlich auch an meinem schlechten Gedächtnis liegen ...
Aber es ist ernsthaft interessant zu sehen, wie sich der Martin Barkawitz von vor neun Jahren stilistisch vom seinem heutigen Pendant unterscheidet. Ob ich mich verbessert oder verschlechtert habe, sollen die Leser entscheiden, für sie arbeite ich schließlich. Aber mir selbst fallen die Veränderungen auf, und möglicherweise geht es ja anderen Menschen genauso.
Ich glaube, es war Andreas Eschbach, der einmal darauf hingewiesen hat, dass es durch die Übung der regelmäßigen Textproduktion alle paar Monate oder Jahre einen Qualitätssprung gibt. Das kann ich nicht beurteilen; aber zumindest wird ein Roman nicht dadurch fertig, dass man ihn nicht schreibt ;-)
Dienstag, 30. Juli 2013
Lesespaß im Hamburger Nahverkehr
Die Busse des Hamburger Verkehrsverbundes sind üblicherweise mit jeweils einem Buchregal (hinter dem Fahrersitz) bestückt. Dort darf sich der interessierte Leser gerne bedienen, sofern er das Buch nach der Lektüre wieder zurückstellt. Klingt nach einer guten Idee, finde ich. Und möglicherweise schmuggelt der eine oder andere hoffnungsvolle Nachwuchsautor vielleicht sogar sein Werk zwischen die bereits ausliegenden Bücher - Publicity ist schließlich alles, und auf diese Weise kann man von sehr vielen potentiellen Neulesern wahrgenommen werden ...
Die Busse des Hamburger Verkehrsverbundes sind üblicherweise mit jeweils einem Buchregal (hinter dem Fahrersitz) bestückt. Dort darf sich der interessierte Leser gerne bedienen, sofern er das Buch nach der Lektüre wieder zurückstellt. Klingt nach einer guten Idee, finde ich. Und möglicherweise schmuggelt der eine oder andere hoffnungsvolle Nachwuchsautor vielleicht sogar sein Werk zwischen die bereits ausliegenden Bücher - Publicity ist schließlich alles, und auf diese Weise kann man von sehr vielen potentiellen Neulesern wahrgenommen werden ...
Sonntag, 28. Juli 2013
Die Wiedergeburt des Heftromans
Der sogenannte Groschenroman entstand ja bekanntlich in einer Zeit, als das gebundene "gute Buch" dem bourgeoisen Elitenleser vorbehalten war. Durch verunglimpfende Bezeichnungen wie "Hintertreppenroman" entlarvten bildungsarrogante Feuilletonisten ihre eigene Verachtung gegenüber ärmeren Bevölkerungsschichten, die sich die hochgeistigen Lesestoffe schlicht und einfach finanziell nicht leisten konnten.
Ich lese gerade einen äußerst spannenden - wenn auch nicht rechtschreibfehlerfreien - Thriller, der als Selfpublishing-Ebook für 2,68 Euro erhältlich ist. Mit anderen Worten: Man bekommt einen 300-Seiten-Roman für den Preis von einer großen Tasse Kaffee. Diese Relation zwischen Kaufpreis und Lesevergnügen ist es, die in früheren Zeiten auch immer schon den Heftroman ausgezeichnet hat. Bei durchschnittlicher Lesegeschwindigkeit dauert der Konsum eines 64-Seiten-Heftromans ungefähr so lange wie das Anschauen eines Spielfilms, nämlich ca. 90 Minuten. Dabei ist der Kaufpreis von 1,50 Euro gegenüber einer Kinokarte natürlich unschlagbar günstig ... Die Konkurrenz an Unterhaltungsmedien ist groß und wird immer größer.
Heftromane mussten immer das Lesepublikum überzeugen, niemals die Literaturkritiker. Wenn heutzutage ein (Selfpublishing) Ebook in den Charts hochklettert, dann mag das natürlich auch an PR-Maßnahmen liegen; aber als Autor kann man auf die Dauer nicht gegen den Lesegeschmack des Publikums anschreiben.
Aber warum sollte man das auch tun, wenn man in erster Linie unterhalten will?
Der sogenannte Groschenroman entstand ja bekanntlich in einer Zeit, als das gebundene "gute Buch" dem bourgeoisen Elitenleser vorbehalten war. Durch verunglimpfende Bezeichnungen wie "Hintertreppenroman" entlarvten bildungsarrogante Feuilletonisten ihre eigene Verachtung gegenüber ärmeren Bevölkerungsschichten, die sich die hochgeistigen Lesestoffe schlicht und einfach finanziell nicht leisten konnten.
Ich lese gerade einen äußerst spannenden - wenn auch nicht rechtschreibfehlerfreien - Thriller, der als Selfpublishing-Ebook für 2,68 Euro erhältlich ist. Mit anderen Worten: Man bekommt einen 300-Seiten-Roman für den Preis von einer großen Tasse Kaffee. Diese Relation zwischen Kaufpreis und Lesevergnügen ist es, die in früheren Zeiten auch immer schon den Heftroman ausgezeichnet hat. Bei durchschnittlicher Lesegeschwindigkeit dauert der Konsum eines 64-Seiten-Heftromans ungefähr so lange wie das Anschauen eines Spielfilms, nämlich ca. 90 Minuten. Dabei ist der Kaufpreis von 1,50 Euro gegenüber einer Kinokarte natürlich unschlagbar günstig ... Die Konkurrenz an Unterhaltungsmedien ist groß und wird immer größer.
Heftromane mussten immer das Lesepublikum überzeugen, niemals die Literaturkritiker. Wenn heutzutage ein (Selfpublishing) Ebook in den Charts hochklettert, dann mag das natürlich auch an PR-Maßnahmen liegen; aber als Autor kann man auf die Dauer nicht gegen den Lesegeschmack des Publikums anschreiben.
Aber warum sollte man das auch tun, wenn man in erster Linie unterhalten will?
Samstag, 27. Juli 2013
Einmal Cover rot-weiß, bitte!
Insbesondere Ebook-Autoren bzw. Selfpublisher sollten die Wichtigkeit von Covergestaltung nicht außer Acht lassen. Ein besonders einprägsames Beispiel dafür sind die minimalistisch gestalteten Thriller-Cover im Nachgang von Nika Lubitschs erfolgreichem Vorreiter-Titel:
http://www.amazon.de/Der-7-Tag-ebook/dp/B008X7APZ2/ref=sr_1_3?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1374910885&sr=1-3&keywords=nika+Lubitsch
Es würde diesen Post sprengen, wenn ich die zahlreichen anderen Thriller-Cover aufzählen würde, die mit einer ähnlichen grafischen Gestaltung daherkommen. Dieses Prinzip ist übrigens nicht neu, das gab es schon vor 200 Jahren. Nach dem Erfolg des Räuberromans Rinaldo Rinaldini von Vulpius wimmelten die literarischen Wälder plötzlich von lauter Outlaws, die Sallo Sallini, Frederico Fridini und ähnlich hießen.
Ich finde es übrigens weder moralisch noch sonst wie verwerflich, als Autor auf diese Weise zu verfahren. Wir wollen schließlich alle leben. Allerdings wird das Pferd irgendwann totgeritten sein, dann gibt es eben einen neuen Trend.
Oder wie die Börsianer sagen: The Trend is your friend.
Insbesondere Ebook-Autoren bzw. Selfpublisher sollten die Wichtigkeit von Covergestaltung nicht außer Acht lassen. Ein besonders einprägsames Beispiel dafür sind die minimalistisch gestalteten Thriller-Cover im Nachgang von Nika Lubitschs erfolgreichem Vorreiter-Titel:
http://www.amazon.de/Der-7-Tag-ebook/dp/B008X7APZ2/ref=sr_1_3?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1374910885&sr=1-3&keywords=nika+Lubitsch
Es würde diesen Post sprengen, wenn ich die zahlreichen anderen Thriller-Cover aufzählen würde, die mit einer ähnlichen grafischen Gestaltung daherkommen. Dieses Prinzip ist übrigens nicht neu, das gab es schon vor 200 Jahren. Nach dem Erfolg des Räuberromans Rinaldo Rinaldini von Vulpius wimmelten die literarischen Wälder plötzlich von lauter Outlaws, die Sallo Sallini, Frederico Fridini und ähnlich hießen.
Ich finde es übrigens weder moralisch noch sonst wie verwerflich, als Autor auf diese Weise zu verfahren. Wir wollen schließlich alle leben. Allerdings wird das Pferd irgendwann totgeritten sein, dann gibt es eben einen neuen Trend.
Oder wie die Börsianer sagen: The Trend is your friend.
Donnerstag, 25. Juli 2013
Sekundärliteratur für History-Schreiber
Im Jahr 1800 hatte das durchschnittliche amerikanische Ehepaar noch sieben Kinder, bis zum Jahr 1880 war diese Zahl auf vier gesunken. Die beliebteste Verhütungsmethode war damals der Coitus Interruptus, obwohl zeitgenössische Mediziner vor negativen Folgen des "Zurückziehens" vor allem für die männliche Gesundheit warnten ... Woher ich das weiß?
Dieses willkürlich herausgegriffene Beispiel ist nur eine von tausenden Informationen zum Alltagsleben jener Jahre, die man in dem Buch "Everyday Life in the 1800s" findet. Dieses Werk ist speziell für Autoren, Studenten und Historiker geschrieben und ermöglicht eine authentische Schilderung von Zeithintergründen. Es gibt natürlich noch zahlreiche ähnliche Werke, aber dieses habe ich gelesen und kann es vorbehaltlos empfehlen.
Im Jahr 1800 hatte das durchschnittliche amerikanische Ehepaar noch sieben Kinder, bis zum Jahr 1880 war diese Zahl auf vier gesunken. Die beliebteste Verhütungsmethode war damals der Coitus Interruptus, obwohl zeitgenössische Mediziner vor negativen Folgen des "Zurückziehens" vor allem für die männliche Gesundheit warnten ... Woher ich das weiß?
Dieses willkürlich herausgegriffene Beispiel ist nur eine von tausenden Informationen zum Alltagsleben jener Jahre, die man in dem Buch "Everyday Life in the 1800s" findet. Dieses Werk ist speziell für Autoren, Studenten und Historiker geschrieben und ermöglicht eine authentische Schilderung von Zeithintergründen. Es gibt natürlich noch zahlreiche ähnliche Werke, aber dieses habe ich gelesen und kann es vorbehaltlos empfehlen.
Samstag, 20. Juli 2013
John Braine - Tipps vom Altmeister
Ich besitze viele Schreibratgeber - wenn in jedem dieser Bücher auch nur ein brauchbarer Tipp steht, hat sich die Anschaffung schon gelohnt, finde ich. Ein Manual, das von 1974 stammt und immer noch Gültigkeit hat, heißt: Writing a Novel.
Verfasst wurde es von John Braine, der in den Fünfzigerjahren zu den damaligen Angry Young Men der britischen Literatur zählt. Und er hat vorexerziert, wie es geht: Sein Roman Room at the Top war seinerzeit ein Bestseller und wurde auch verfilmt.
Braine legt großen Wert auf den Schreibprozess als solchen, was die Kapitelüberschriften schon erahnen lassen: A writer is a Person who writes; Writing is seeing; A good beginning means a good book.
Besonders letztere Aussage kommt mir fast visionär vor. Als Braine seinen Schreibratgeber verfasste, gab es noch kein Amazon und deshalb logischerweise auch nicht die "Blick-ins-Buch"-Funktion. Sie ermöglicht es bekanntlich, den Anfang eines Romans zu lesen, bevor man die "Kaufen"-Taste klickt.
Und wer als Autor mit ein paar stinklangweiligen Seiten um die Ecke kommt, muss sich auch nicht wundern, wenn sein Roman tendenziell ungekauft bleibt - heute ist ein packender Anfang wichtiger als jemals zuvor.
Ich selbst lese sowieso immer nur die ersten zehn Seiten eines Buchs. Wenn ich dann noch nicht in die Story hineingezogen werde, bleibt der Rest ungelesen, sorry.
Ich besitze viele Schreibratgeber - wenn in jedem dieser Bücher auch nur ein brauchbarer Tipp steht, hat sich die Anschaffung schon gelohnt, finde ich. Ein Manual, das von 1974 stammt und immer noch Gültigkeit hat, heißt: Writing a Novel.
Verfasst wurde es von John Braine, der in den Fünfzigerjahren zu den damaligen Angry Young Men der britischen Literatur zählt. Und er hat vorexerziert, wie es geht: Sein Roman Room at the Top war seinerzeit ein Bestseller und wurde auch verfilmt.
Braine legt großen Wert auf den Schreibprozess als solchen, was die Kapitelüberschriften schon erahnen lassen: A writer is a Person who writes; Writing is seeing; A good beginning means a good book.
Besonders letztere Aussage kommt mir fast visionär vor. Als Braine seinen Schreibratgeber verfasste, gab es noch kein Amazon und deshalb logischerweise auch nicht die "Blick-ins-Buch"-Funktion. Sie ermöglicht es bekanntlich, den Anfang eines Romans zu lesen, bevor man die "Kaufen"-Taste klickt.
Und wer als Autor mit ein paar stinklangweiligen Seiten um die Ecke kommt, muss sich auch nicht wundern, wenn sein Roman tendenziell ungekauft bleibt - heute ist ein packender Anfang wichtiger als jemals zuvor.
Ich selbst lese sowieso immer nur die ersten zehn Seiten eines Buchs. Wenn ich dann noch nicht in die Story hineingezogen werde, bleibt der Rest ungelesen, sorry.
Mittwoch, 17. Juli 2013
Write or die - cooles Tool für Vielschreiber
Ich berichte ja immer gern, wenn mir etwas besonders gut gefällt. Das trifft nicht nur auf Bücher zu, sondern auch auf Applikationen: www.writeordie.com
Dieses Tool hat mich in der Probeversion so überzeugt, dass ich mir gleich für 10 Dollar die Desktop-Version gegönnt habe ... Ich schreibe nun gern im Kamikaze-Mode, d. h. der Text wird wieder gelöscht, sobald man mit dem Schreiben aufhört. Gemein, aber damit ist die Spitze des Eisberges noch nicht erreicht. Mir ist wichtig, dass ich den mengenmäßigen Output erhöhen kann, denn die erste Version muss sowieso immer überarbeitet werden - da sollte man ohnehin nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wer auch ohne ein solche Tool ein beachtliches Schreibtempo vorlegen kann, ist sich meiner Anerkennung sicher.
Karl May hat ja bekanntlich gerne die Tinte auf das Pult geschüttet, weil ihm das Eintunken des Federhalters zu lange gedauert hat - oh, ich kann den Altmeister so gut verstehen ...
Ich berichte ja immer gern, wenn mir etwas besonders gut gefällt. Das trifft nicht nur auf Bücher zu, sondern auch auf Applikationen: www.writeordie.com
Dieses Tool hat mich in der Probeversion so überzeugt, dass ich mir gleich für 10 Dollar die Desktop-Version gegönnt habe ... Ich schreibe nun gern im Kamikaze-Mode, d. h. der Text wird wieder gelöscht, sobald man mit dem Schreiben aufhört. Gemein, aber damit ist die Spitze des Eisberges noch nicht erreicht. Mir ist wichtig, dass ich den mengenmäßigen Output erhöhen kann, denn die erste Version muss sowieso immer überarbeitet werden - da sollte man ohnehin nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wer auch ohne ein solche Tool ein beachtliches Schreibtempo vorlegen kann, ist sich meiner Anerkennung sicher.
Karl May hat ja bekanntlich gerne die Tinte auf das Pult geschüttet, weil ihm das Eintunken des Federhalters zu lange gedauert hat - oh, ich kann den Altmeister so gut verstehen ...
Sonntag, 14. Juli 2013
150 Wörter in fünf Minuten
Ich habe gerade ein nettes Hilfsinstrument ausprobiert: http://writeordie.com/
Man gibt die angestrebte Wortanzahl ein, ich habe mich mit der Ziffer 100 auf ein Minimum beschränkt. Außerdem muss man den Zeitraum eintippen, den man mit pausenlosem Schreiben verbringen möchte. Auch da habe ich mit nur fünf Minuten klein angefangen. Ergebnis: innerhalb von fünf Minuten kam ich nicht auf 100, sondern auf 150 Wörter. Die Frage ist natürlich, ob man das Tempo durchhält, wenn man auch einen längeren Zeitraum vorgibt, zum Beispiel 30 oder gar 60 Minuten. Aber es ist ja mein erklärtes Ziel, meinen Produktionsausstoß als Autor zu erhöhen, und dabei könnte dieses - in der Online-Version kostenlose - Hilfsmittel wirklich eine nette Unterstützung sein. Ich werde weiter über meine diesbezüglichen Fortschritte berichten (falls es welche gibt).
Ich habe gerade ein nettes Hilfsinstrument ausprobiert: http://writeordie.com/
Man gibt die angestrebte Wortanzahl ein, ich habe mich mit der Ziffer 100 auf ein Minimum beschränkt. Außerdem muss man den Zeitraum eintippen, den man mit pausenlosem Schreiben verbringen möchte. Auch da habe ich mit nur fünf Minuten klein angefangen. Ergebnis: innerhalb von fünf Minuten kam ich nicht auf 100, sondern auf 150 Wörter. Die Frage ist natürlich, ob man das Tempo durchhält, wenn man auch einen längeren Zeitraum vorgibt, zum Beispiel 30 oder gar 60 Minuten. Aber es ist ja mein erklärtes Ziel, meinen Produktionsausstoß als Autor zu erhöhen, und dabei könnte dieses - in der Online-Version kostenlose - Hilfsmittel wirklich eine nette Unterstützung sein. Ich werde weiter über meine diesbezüglichen Fortschritte berichten (falls es welche gibt).
http://www.amazon.de/Der-Schauermann-Historischer-Thriller-ebook/dp/B005NSZFTU/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1373793041&sr=8-1&keywords=der+Schauermann
Bereits mehrere Leser haben in Rezensionen den Wunsch geäußert, dass ich doch einen weiteren historischen Roman mit dem Ermittlerduo Lukas Boysen und Anna Dierks schreiben möge. Es freut mich natürlich sehr, dass meine Figuren offenbar so gut ankommen. Ich denke darüber nach ...
Bereits mehrere Leser haben in Rezensionen den Wunsch geäußert, dass ich doch einen weiteren historischen Roman mit dem Ermittlerduo Lukas Boysen und Anna Dierks schreiben möge. Es freut mich natürlich sehr, dass meine Figuren offenbar so gut ankommen. Ich denke darüber nach ...
Samstag, 13. Juli 2013
Als geil noch knorke war ...
Ich lese gerne Romane, die in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben wurden. Mir gefällt die deutsche Sprache jener Zeit, die sich doch stark von dem jetzigen Alltagsslang unterscheidet.
Aktuell habe ich gerade diesen Roman beendet:
http://www.amazon.de/Junge-Leute-Stadt-ebook/dp/B008BF36SY/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1373777512&sr=1-2&keywords=rudolf+braune
Der Roman dreht sich um Arbeiter und kleine Angestellte, die so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Man kann also vermuten, dass der Autor den damaligen Umgangston ganz passend getroffen hat, denn schließlich hat er sich selbst in diesem Milieu bewegt. Geil hieß damals knorke, das dürfte sich ja schon herumgesprochen haben (und auch der Begriff geil ist ja inzwischen schon ziemlich abgegriffen und wird gewiss bald neue Entsprechungen finden). Als beleidigende Bezeichnungen für Polizeibeamte benutzte man in den Zwanzigerjahren offenbar nicht das Wort "Bullen", sondern "Bluthunde" oder "Kosaken" ... man könnte noch zahlreiche andere Beispiele anführen.
Alltagssprache ist immer zeitgebunden. Wenn ich einen Roman schreiben würde, der in den Zwanzigerjahren spielt, dann müsste ich bei den Dialogen auf eine entsprechend überzeugende Sprache achten. Wenn man die Begriffe nicht kennt, dann muss man sie sich eben möglichst stilsicher ausdenken ;-)
Ich lese gerne Romane, die in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben wurden. Mir gefällt die deutsche Sprache jener Zeit, die sich doch stark von dem jetzigen Alltagsslang unterscheidet.
Aktuell habe ich gerade diesen Roman beendet:
http://www.amazon.de/Junge-Leute-Stadt-ebook/dp/B008BF36SY/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1373777512&sr=1-2&keywords=rudolf+braune
Der Roman dreht sich um Arbeiter und kleine Angestellte, die so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Man kann also vermuten, dass der Autor den damaligen Umgangston ganz passend getroffen hat, denn schließlich hat er sich selbst in diesem Milieu bewegt. Geil hieß damals knorke, das dürfte sich ja schon herumgesprochen haben (und auch der Begriff geil ist ja inzwischen schon ziemlich abgegriffen und wird gewiss bald neue Entsprechungen finden). Als beleidigende Bezeichnungen für Polizeibeamte benutzte man in den Zwanzigerjahren offenbar nicht das Wort "Bullen", sondern "Bluthunde" oder "Kosaken" ... man könnte noch zahlreiche andere Beispiele anführen.
Alltagssprache ist immer zeitgebunden. Wenn ich einen Roman schreiben würde, der in den Zwanzigerjahren spielt, dann müsste ich bei den Dialogen auf eine entsprechend überzeugende Sprache achten. Wenn man die Begriffe nicht kennt, dann muss man sie sich eben möglichst stilsicher ausdenken ;-)
Ein Sechser im Lotto
Ich glaube, der Traum vieler Schreibanfänger von einem sich grandios verkaufenden Bestseller ist vergleichbar mit dem Sechser, von dem vermutlich viele Lottospieler träumen: Einmal einen Tippschein ausfüllen, und schon gewinnt man ein paar Millionen Euro (und muss nie wieder tippen).
Doch der Vergleich hinkt - Schreiben macht nämlich Spaß, während ich persönlich das Ausfüllen eines Lottoscheins eher öde finde. Also werde ich auch niemals Lottomillionär werden. Und der schriftstellerische Erfolg? Dafür gibt es ein ziemlich simples Rezept, das ich niemandem vorenthalten will:
http://www.writing-world.com/business/writemore.shtml
Leider ist diese Art des Autorenerfolgs mit viel Arbeit verbunden, und daher nicht jedermanns Sache ... aber es ist ja auch nur ein Vorschlag, über den jeder für sich selbst nachdenken kann.
Ich glaube, der Traum vieler Schreibanfänger von einem sich grandios verkaufenden Bestseller ist vergleichbar mit dem Sechser, von dem vermutlich viele Lottospieler träumen: Einmal einen Tippschein ausfüllen, und schon gewinnt man ein paar Millionen Euro (und muss nie wieder tippen).
Doch der Vergleich hinkt - Schreiben macht nämlich Spaß, während ich persönlich das Ausfüllen eines Lottoscheins eher öde finde. Also werde ich auch niemals Lottomillionär werden. Und der schriftstellerische Erfolg? Dafür gibt es ein ziemlich simples Rezept, das ich niemandem vorenthalten will:
http://www.writing-world.com/business/writemore.shtml
Leider ist diese Art des Autorenerfolgs mit viel Arbeit verbunden, und daher nicht jedermanns Sache ... aber es ist ja auch nur ein Vorschlag, über den jeder für sich selbst nachdenken kann.
Freitag, 12. Juli 2013
Seit einiger Zeit hat sich meine Arbeitsmethode geändert. Früher habe ich immer stringent einen Roman nach dem anderen geschrieben. Momentan gewöhne ich mir an, mehrere Projekte gleichzeitig zu bearbeiten. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile.
Ich komme mit dem einzelnen Werkstück nicht mehr so schnell voran, obwohl ich Short Stories immer noch in einem Rutsch durchschreibe, zum Beispiel diese hier: http://www.literra.info/kurzgeschichten/short_story.php?id=586
Aber die Vorteile überwiegen ... ich bin das Prinzip des Zappens ja vom Fernsehen her gewohnt. Warum also nicht zwischen Thriller und Abenteuerroman, zwischen Mystery-Exposé und Krimi-Exposé und Überarbeitung eines neu aufzulegenden Romans von 2005 hin- und herspringen?
Es ist wie beim Krafttraining - ein Muskel wächst nur dann, wenn er ständig wechselnden Reizen ausgesetzt wird. Und auch die Fantasie ist ja letztlich nichts anderes als ein Muskel, der ständig gefordert sein will ..
Ich komme mit dem einzelnen Werkstück nicht mehr so schnell voran, obwohl ich Short Stories immer noch in einem Rutsch durchschreibe, zum Beispiel diese hier: http://www.literra.info/kurzgeschichten/short_story.php?id=586
Aber die Vorteile überwiegen ... ich bin das Prinzip des Zappens ja vom Fernsehen her gewohnt. Warum also nicht zwischen Thriller und Abenteuerroman, zwischen Mystery-Exposé und Krimi-Exposé und Überarbeitung eines neu aufzulegenden Romans von 2005 hin- und herspringen?
Es ist wie beim Krafttraining - ein Muskel wächst nur dann, wenn er ständig wechselnden Reizen ausgesetzt wird. Und auch die Fantasie ist ja letztlich nichts anderes als ein Muskel, der ständig gefordert sein will ..
Montag, 8. Juli 2013
Der Martin Kelter Verlag (www.kelter.de) hat neuerdings eine erotische Ebook-Reihe am Markt, zu der ich auch die eine oder andere Story beisteuere. Die Titelgeschichte des Bandes "Eine Villa in Florenz" ist beispielsweise von mir; und ich freue mich natürlich, dass sie sofort eine 5-Sterne-Rezension bei Amazon kassiert hat.
http://www.amazon.de/Die-Villa-Florenz-Geschichten-ebook/dp/B00CBYTURM/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1373286760&sr=8-6&keywords=kelter+erotik
http://www.amazon.de/Die-Villa-Florenz-Geschichten-ebook/dp/B00CBYTURM/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1373286760&sr=8-6&keywords=kelter+erotik
Donnerstag, 23. Mai 2013
Inzwischen hat die Veröffentlichung von meinem Steampunk-Projekt unter dem Titel Die Steampunk Saga und unter meinem Pseudonym Steve Hogan bei www.cora.de begonnen. Der erste Teil der Ebook-Miniserie ist sogar kostenlos!
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